Gehirn und Nerven

Warum braucht man ein Gehirn?

zwinkerndes Jolinchen

Für alles, was wir so können! Atmen, Riechen, Gucken, Hören, Reden, Fühlen, Angst haben, Lachen, Weinen, Laufen, Balancieren und vieles mehr. Natürlich brauchen wir das Gehirn auch, um tolle Fragen wie diese stellen, aufschreiben und wegschicken zu können.

Ohne Gehirn könnten wir wie die Pflanzen nur in der Landschaft herumstehen und schön aussehen. Mehr nicht! Denn in unserem Gehirn laufen all die Nerven zusammen, die aus unseren Muskeln, Knochen und Organen einen Menschen machen, der die oben aufgezählten Dinge kann. Ganz ohne Gehirn funktionieren nur das Herz und Reflexe: Wer mit der Hand die heiße Herdplatte berührt und sie vor Schreck gleich wieder wegzieht, braucht dazu kein Gehirn.

Woraus besteht das Gehirn?

Unser Gehirn besteht im Prinzip aus Hunderten von Mini-Gehirnen, die eng zusammenarbeiten. Welches Mini-Gehirn dabei was tut, und was zwischen den 100 Milliarden Gehirnzellen passiert, haben Wissenschaftler mittlerweile gut erforscht. Wie intelligent das Gehirn wirklich ist, und was es noch alles könnte, wenn man es nur trainieren würde, das weiß man aber noch nicht wirklich.

Vernetzte Zellen

Was die rund 100 Milliarden Gehirnzellen übrigens so wertvoll macht, ist, dass sie wie in einem unfassbar großen Netz tausendfach untereinander verbunden sind. Lernen zum Beispiel bedeutet, dass mehr von solchen Verbindungen hinzukommen oder verstärkt werden. Vergessen wir etwas, haben sich Verbindungen aufgelöst.

Um Teil dieses Netzes sein zu können, hat jede Gehirnzelle zigtausende Ein- und Ausgänge, über die sie dann mit zigtausenden anderen Gehirnzellen Verbindungen eingehen kann. Jeder kleinste Gedanke bedeutet, dass neue Verbindungen hinzukommen oder alte verstärkt werden. Dass wir Menschen so viele Dinge tun können, hat damit zu tun, dass sich Gehirnzellen über diese Verbindungen gegenseitig auf dem Laufenden halten.

Das Langzeitgedächtnis: Nur was für Profis

Ein gutes Beispiel dafür ist das Langzeitgedächtnis. Man kann sich das wie eine Telefonkonferenz vorstellen, in der ganz viele Experten zusammengeschaltet werden können, um dann miteinander zu diskutieren. Weil jeder Experte zugleich in vielen anderen Telefonkonferenzen sitzt, entsteht ein riesiges Netz von Experten mit unfassbar viel Wissen. Nur die Faulpelze in der Konferenz werden schnell wieder rausgeschmissen, es bleiben nur die wahren Experten übrig. Und das sind dann die Langzeiterinnerungen. Sinnvoll ist das Aussortieren deswegen, weil unser Gedächtnisspeicher sonst wegen der vielen Dinge, die man am Tage so sieht und hört und denkt, schnell hoffnungslos überfüllt wäre.