Gehirn und Nerven

Warum habe ich Kopfschmerzen und was kann ich dagegen tun?

Jolinchen ruht sich auf einer Matte aus

Wenn es in deinem Kopf hämmert oder klopft, liegt das an der Blutversorgung in deinem Körper. Jedes deiner Körperorgane, also auch das Gehirn, braucht Blut; mal mehr und mal weniger. Funktioniert die Blutverteilung falsch, ist die Blutversorgung im Gehirn nicht mehr im Gleichgewicht. Die Blutgefäße verengen sich erst recht stark, dehnen sich kurz darauf aber extrem schnell wieder aus. Dieser permanente Wechsel verursacht unterschiedlich starke Schmerzen.

Du bist aber nicht allein mit deinen Schmerzen: 9 von 10 Kindern, die über 10 Jahre alt sind, haben schon mal Kopfschmerzen gehabt. Bei jedem sechsten Kind sind die Kopfschmerzen sogar so schlimm, dass es deshalb von einem Arzt behandelt werden muss.

Krankheiten lösen Kopfschmerzen aus

Kopfschmerzen haben viele verschiedene Ursachen. Häufig sind so genannte "organische" Beschwerden für die Kopfschmerzen verantwortlich. Also Krankheiten, die du selbst meist noch gar nicht bemerkt hast, aber Kopfschmerzen auslösen können. Das ist z.B. bei Sehstörungen der Fall, die mit einer Brille beseitigt werden könnten. Aber auch entzündliche Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich, der Zähne oder des Kiefers sowie viele andere Krankheiten können Kopfschmerzen verursachen. Werden diese Beschwerden nicht geheilt, verschwinden auch die Kopfschmerzen nicht. Deshalb ist es nicht gut, Kopfschmerztabletten zu schlucken, ohne den Arzt zu fragen. Vielleicht ist nämlich eine ganz andere Krankheit an den Kopfschmerzen schuld.

Kopfschmerzen durch Stress

Immer öfter sind allerdings seelische Probleme die Ursache für Kopfschmerzen. Kinder und Jugendliche haben Stress in der Schule, in der Familie oder im Freundeskreis. Wird der Leistungsdruck, den jeder für sich anders wahrnimmt, dann so gewaltig, dass das eigene Selbstbewusstsein dabei auf der Strecke bleibt, flüchten sich viele in eine Krankheit. Sie gibt für kurze Zeit ein bisschen Ruhe oder Zuwendung, die sonst nicht da wäre.

Bewegung und Schlaf 

Wenn du Kopfschmerzen hast, hilft meistens nur noch eins: alles dunkel machen, ins Bett legen und einen kalten Waschlappen oder Eisbeutel auf die Stirn legen. Dadurch kann das Blut wieder "normal" durch die Gefäße fließen. Auch Autogenes Training, das sind bestimmte Entspannungsübungen, die du in einem Kurs erlernen kannst, können dir ebenfalls helfen, die Kopfschmerzen erträglicher zu machen. Grundsätzlich sind ausreichend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft sehr wichtig. Außerdem dran denken: immer regelmäßig essen und vor allen Dingen trinken.

Kopfschmerz-Tagebuch

Damit du bei einem Gespräch mit einem Arzt genau sagen kannst, wie oft und wie stark du Kopfschmerzen hast, kannst du auch ein Kopfschmerztagebuch führen. In einen Kalender trägst du ein, wann du wie lange Kopfschmerzen hattest.