Gehirn und Nerven

Warum wird man bleich, wenn man sich heftig erschreckt?

Jolinchenfigur

Wenn wir uns erschrecken, dann erschrickt vor allem ein bestimmter Teil unseres Gehirns. Diesen Teil hatten schon die Menschen vor Millionen von Jahren. Damals, als es natürlich noch kein Telefon und keine Polizei gab, lebten die Menschen gefährlich. Jedes Knacken im Gebüsch, jedes Geräusch hinter einem Baum konnte Gefahr bedeuten: Vielleicht lauerte da ja ein hungriger Tiger?

Die Schrecksekunde

Damit man bei einem solchen plötzlichen Geräusch zur Not schnell weglaufen kann, hat die Natur den „Schreck“ erfunden. Von einer „Schrecksekunde“ zur nächsten leitet der Körper sehr viel Blut aus der Haut in die Muskeln. Denn dort wird das Blut jetzt dringend gebraucht. Die Muskeln braucht man ja schließlich zum schnellen Wegrennen. Und weil dann automatisch weniger Blut direkt unter der Haut fließt, sehen wir nicht mehr rosig rot aus – sondern bleich!