Umwelt

Insekten

Ich bin bei der AOK für Kinderfragen zuständig. Hier findest du viele spannende Fragen und Antworten zum Thema Umwelt. Klick an, was dich interessiert!

Warum sind Bienen wichtig?

Foto: WWF
Biene

Die Biene, obwohl winzig klein, ist bei uns in Deutschland nach dem Rind und dem Schwein das drittwichtigste Nutztier! Aber nicht nur wegen des Honigs: Die emsigen Winzlinge tragen beim Nektarsammeln winzige Pollen von Blüte zu Blüte und bestäuben dadurch die Pflanze. Ohne diesen Transportservice könnten viele Blumen, Sträucher und Bäume keine Samen bilden, um sich zu vermehren. Und wir könnten ohne Bienen im Herbst kaum Obst und Gemüse ernten. Schon allein deshalb müssen wir die Bienen schützen, weil wir ohne sie weniger zu essen hätten!

Übrigens: Um ein einziges Kilogramm Honig zu erzeugen, müssen tausende Bienen mehrere Millionen Blüten anfliegen und aussaugen.

Honigkönigin mit Untertanen

Es gibt etwa 20.000 Bienenarten auf der Erde. Doch nur neun davon sind Honigbienen: Nur sie produzieren so viel Honig, dass auch wir Menschen etwas davon abbekommen. Eine einzige Art, die Westliche Honigbiene, lebt bei uns in Deutschland.

Honigbienen ernähren sich selbst von Honig. Den stellen sie in großen Mengen her – mehr als sie selbst benötigen. Das gelingt ihnen, weil sie in großen und perfekt durchorganisierten Staaten leben. 40.000 bis 60.000 Honigbienen gehören zu so einem Volk – also so viele wie die Bewohner einer Kleinstadt. Und jede Biene weiß ganz genau, was sie zu tun hat.

Bienenstrenge Arbeitsteilung

Die Königin steht an der Spitze des Bienenstaates. Sie legt täglich bis zu 2.000 Eier und sorgt dadurch ständig für Nachwuchs.

Die Drohnen sind die männlichen Bienen. Sie haben nur eine Aufgabe zu erfüllen: Sie müssen um die Königin werben und sich mit ihr auf ihrem Hochzeitsflug paaren. Es gibt einige hundert bis tausend Drohnen in einem Staat.

Die Arbeiterinnen sind mit vielen tausend Tieren die größte Gruppe im Bienenstaat. Vom ersten bis zum dritten Lebenstag müssen sie als Putzbienen das Bienennest sauber halten. Vom dritten bis zum zwölften Tag sind sie als Ammenbienen für die Fütterung der Larven zuständig, die in den Waben – das sind die sechseckigen Kammern des Bienennestes – aus den Eiern heranreifen.

Bienenwachs für neue Waben

Danach beginnen sie, aus speziellen Drüsen am Bauch Wachs auszuschwitzen. Das ist das Wachs, aus dem auch Kerzen gemacht werden und das so lecker nach Honig riecht. Mit diesem Wachs erweitern sie ihr Nest und bauen noch mehr kleine Waben. Darin horten sie die Brut und die Nahrungsvorräte.

Vom 19. bis etwa zum 22. Lebenstag müssen sie am Eingang des Bienenstockes Wache halten und Eindringlinge wie zum Beispiel Wespen oder Hornissen vertreiben. Den Rest ihres kurzen Lebens, das insgesamt nur etwa fünf Wochen (35 Tage) dauert, verbringen sie schließlich als Sammlerinnen.

Jetzt endlich fliegen sie aus dem Bienenstock hinaus und schwingen sich summend von Blüte zu Blüte. Sie suchen nach Nektar oder nach Honigtau – das sind die süßen Ausscheidungen von Schild- und Blattläusen.

Wenn du wissen willst, wie im Bienenstock aus Nektar und Honigtau Honig wird, schau beim Kinder- und Jugendprogramm des WWF vorbei unter www.young-panda.de.

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