Umwelt

Vögel

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Warum sind Bartgeier die Gesundheitspolizei der Berge?

Foto: Martin Harvey / WWF-Canon
Bartgeier

Als Aasfresser sind Bartgeier wichtige Resteverwerter in der Nahrungskette – und damit die Gesundheitspolizei der Berge. Die Riesenvögel bevorzugen die Knochen der Kadaver.

Früher erzählte man sich von den Bartgeiern in den Alpen viele Märchen: „Die stürzen sich auf Lämmer! Die treiben unsere Rinder in den Abgrund! Die greifen mit ihren Riesenklauen nach kleinen Kindern und tragen sie weg!!!“ Natürlich alles Riesengeierquatsch, aber es führte dazu, dass die Vögel abgeschossen wurden. Bis es keinen mehr in Freiheit gab. Nur noch in Zoos.

Inzwischen ist klar: Bartgeier bedrohen weder Kinder noch Weidevieh. Im Gegenteil: Weil vor über 20 Jahren die ersten Vögel aus Zoos in die Freiheit entlassen wurden, gibt es heute in den Alpen wieder etwa 150 Bartgeier. Der WWF hatte die Idee und hat das Projekt mit vielen Partnern gemeinsam durchgeführt. Was oft nicht funktioniert, klappte hier: Die Bartgeier fanden sich in der Wildnis zurecht und bekamen Nachwuchs. Weitere Tiere wurden ausgewildert, außerdem überwacht.

Wie Calce und Romares im Sommer 2007: Die beiden jungen Geier wurden im Nationalpark Hohe Tauern ausgewildert. Obwohl sie in einer Zuchtstation aufgezogen wurden, hatten sie kaum Kontakt mit Menschen. Sie sollten sich nicht an uns gewöhnen, sondern selbstständig und vorsichtig sein, sobald sie frei waren! Sie bekamen einen Ring an den Fuß und gebleichte Schwung- oder Schwanzfedern, um sie wieder erkennen zu können.

Heute kreisen sie über den Alpenbergen. Und werden beobachtet: Von Förstern, Hirten, Hüttenwirten oder Wanderern. Wer einen Bartgeier sieht, meldet das mit kurzer Beschreibung (wann, wo und wie sah er aus?) telefonisch oder per Postkarte bei einer Bartgeiermeldestelle.

Wenn du wissen willst, welche Flügelspannweite ein Bartgeier hat und mit welchem cleveren Trick er große Tierknochen zerkleinert, klicke auf www.young-panda.de.

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